Gesprächsangebot an Politik und Gewerkschaft

„Die heutige Einigung bei der Großen Koalition und aktuelle politische und wirtschaftliche Ankündigungen und Entscheidungen in einzelnen Regionen Sachsens nehmen wir zum Anlass, der Landes- sowie Bundespolitik und der IG Metall Gespräche für eine gute Perspektive der M+E-Industrie anzubieten, geeint im Ziel, damit einen wichtigen Beitrag für die Zukunft der Menschen im Freistaat zu leisten. Eine gemeinsame Fachkommission soll in den nächsten Monaten die volkswirtschaftlichen Entwicklungsperspektiven und möglichen Handlungsoptionen für die sächsische M+E-Industrie analysieren und Vorschläge erarbeiten.

Dazu gehört auch, die Perspektiven für die Arbeitsbedingungen im sächsischen Tarifgebiet anhand der spezifischen Struktur der Betriebe und des Wettbewerbsumfeldes zu bewerten. Denn nach wie vor zeigen wesentliche volkswirtschaftliche Daten einen Rückstand zum deutschen Durchschnitt: die Firmen sind zu klein, es gibt keine Konzernzentralen, zu wenig betriebliche Forschung und Entwicklung. Viele Unternehmen sind noch immer verlängerte Werkbänke und müssen sich einem besonders harten Preiswettbewerb stellen – auch aufgrund der Nähe zu den osteuropäischen Ländern. Dies – und nicht etwa der fehlende Fleiß der Beschäftigten – begründet auch in der Industrie den anhaltenden Rückstand bei wichtigen Faktoren, wie der Arbeitsproduktivität.

Das übergeordnete Ziel besteht darin, dass der wirtschaftliche Aufholprozess gegenüber den westlichen Bundesländern beschleunigt werden kann. Keinesfalls sollen bestehende Arbeitsplätze gefährdet werden. Es sollen die Parameter objektiv beschrieben werden, die auch als Voraussetzung für eine weitere Entwicklung der Arbeitsbedingungen dienen können.

Die Partner sind in ihrer Verantwortung autonom und unabhängig. Das gilt sowohl für die Politik, als auch für die Tarifvertragsparteien“, erklärte der VSME.

Anlage: Für eine gute Perspektive der Metall- und Elektroindustrie im Freistaat Sachsen – Gesprächsangebot an die Bundes- und Landespolitik und die IG Metall - Beschluss des Vorstandes des Verbandes der Sächsischen Metall- und Elektroindustrie e. V. vom 07.02.2018

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