M+E-Unternehmen setzen weiterhin auf Ausbildung

„Die Ausbildungsbereitschaft der Unternehmen der Metall- und Elektro-Industrie (M+E-Industrie) ist trotz Corona-Pandemie und schwieriger wirtschaftlicher Lage weiterhin sehr hoch“, sagte Gesamtmetall-Hauptgeschäftsführer Oliver Zander zu den heute vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) veröffentlichten Zahlen zu den Ausbildungsverträgen. „Dass die Zahl der abgeschlossenen Ausbildungsverträge in diesem Jahr zurückgeht, liegt vor allem daran, dass es nicht genügend geeignete Bewerber gibt. Bester Beleg dafür ist, dass auch in diesem Jahr – wie in den vergangen Jahren – rund ein Zehntel aller angebotenen Ausbildungsplätze nicht besetzt werden konnte.“

Von 2013 bis 2019 ist laut BIBB die Zahl der Schulabgänger um 15 Prozent gesunken, die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge in den M+E-Berufen ist im gleichen Zeitraum dagegen um fast 12 Prozent gestiegen – und das trotz Studienneigung und Dualen Studiengängen.

Zander weiter: „Mit mehr als 200.000 Auszubildenden deutschlandweit bieten die M+E-Unternehmen jungen Menschen gute Arbeitsverhältnisse und Perspektiven für die Zukunft. Nur mit den qualifizierten Fachkräften lässt sich der Strukturwandel langfristig bewältigen. Deshalb ist die weitere Zunahme des Anteils von Ausbildungen in den IT-Berufen sehr erfreulich (derzeit bei 22 Prozent).“ Derzeit gebe es noch zahlreiche freie Ausbildungsplätze, die Chancen für die jungen Menschen seien also gut. Auch im kommenden Jahr wollten die meisten Unternehmen ihr Angebot an Ausbildungsplätzen halten. „Ein starkes Signal, das noch einmal verdeutlicht, dass die Unternehmen zu ihrer Verantwortung stehen“, sagte Zander.

Zuletzt hatten die Arbeitgeberverbände der Metall- und Elektro-Industrie und die IG Metall in einem Anruf die gemeinsame Verantwortung bei der betrieblichen Ausbildung und der Fachkräftesicherung betont.

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