Tarifabschluss 2010: die Ergebnisse kompakt

Laufzeit

Der Entgelttarifvertrag hat eine Laufzeit von 23 Monaten vom 1. Mai 2010 bis 31. März 2012. Der Tarifvertrag „Zukunft in Arbeit“ (TV ZiA) tritt bereits am 1. März 2010 in Kraft und endet nach 28 Monaten am 30. Juni 2012 ohne Nachwirkung.

Entgelt

Erste Tarifperiode:
Für den Zeitraum vom 1. Mai 2010 bis zum 31. März 2011 gelten die Entgelttabellen, gültig ab 1. Mai 2009, weiter. Für diesen Zeitraum erhalten die Beschäftigten einen Einmalbetrag in Höhe von insgesamt 320 EUR brutto, der in zwei Raten zu je 160 EUR brutto mit der Entgeltabrechnung für Mai 2010 sowie Dezember 2010 fällig ist. Die Auszubildenden erhalten einen Einmalbetrag in Höhe von insgesamt 120 EUR, der ebenfalls hälftig zu den genannten Terminen fällig ist.

Zweite Tarifperiode:
Mit Wirkung zum 1. April 2011 erhöhen sich die Tariftabellen um 2,7 Prozent für eine Mindestlaufzeit bis 31. März 2012.

Differenzierung

Durch freiwillige Betriebsvereinbarung kann der Beginn dieser Tariferhöhung, entsprechend der wirtschaftlichen Lage des Betriebes, um bis zu zwei Monate nach vorn oder hinten verschoben werden. In diesem Fall gelten die Tariftabellen vom 1. Mai 2009 bis zu dem in der Betriebsvereinbarung festgelegten Zeitpunkt.

Gegenfinanzierung des Flexiblen Übergangs in die Rente

Im Rahmen des Krisenpaketes 2012 wurde auch die Gegenfinanzierung des Tarifvertrages für einen flexiblen Übergang in die Rente (TV FlexÜ) für die Laufzeit des Entgeltabkommens sichergestellt und damit die Anwendung des TV FlexÜ für diesen Zeitraum ermöglicht. Die Pflicht zur Bildung von Rückstellungen für Altersteilzeitverhältnisse wird auf den Gesamtzeitraum von 23 Monaten begrenzt.

Beschäftigungssicherung

Wesentlicher Bestandteil des Krisenpaketes 2012 ist der Tarifvertrag „Zukunft in Arbeit" (TV ZiA). Der Tarifvertrag stellt den Unternehmen zusätzlich zu den bestehenden Optionen der Kurzarbeit und der Anwendung des TV zur Beschäftigungssicherung und zum Beschäftigungsaufbau (TV BeschBesch) ein Paket aus zwei neuen Modellen zur Verfügung, auf das die Betriebe im Wege einer freiwilligen Betriebsvereinbarung zurückgreifen können. Zum einen können Urlaubs- und Weihnachtsgeld auf 12 Monate verteilt und zu den Berechnungen Kurzarbeitergeld einbezogen werden. Zum anderen ist es möglich, die Arbeitszeit bei Teillohnausgleich auf bis zu 29 Stunden abzusenken.


Tarifgeschehen

  • 04.03.2010
    Übernahme des Pilotabschlusses in Sachsen

  • 18.02.2010
    Tarifabschlusses in Baden-Württemberg (Weitere Informationen auch auf der Website von Südwestmetall.)

    Pilotabschluss bei denTarifverhandlungen in Nordrhein-Westfalen (Siehe Tarifrundschreiben T/03/10. Das vollständige Rundschreiben steht Mitgliedern nach dem LOGIN zur Verfügung.)
    Weitere Informationen auch auf der Website von Metall NRW oder auf der M+E-Seite aus iwd Nr. 8 vom 24.02.2010 "M+E-Tarifabschluss – Sozialpartnerschaft bewährt sich".

  • 12.02.2010
    Beginn der Tarifverhandlungen in Baden-Württemberg vertagt auf den 18.02.2010

  • 11.02.2010
    Tagung des Tarifausschusses des VSME

  • 10.02.2010
    Beginn der Tarifverhandlungen in Nordrhein-Westfalen vertagt auf den 17.02.2010

  • 09.02.2010
    Vorstand der IG Metall in Frankfurt entscheidet auf Vorschlag der großen Tarifkommissionen der IG Metall Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen, die Tarifrunde 2010 vorzuziehen und unmittelbar im Anschluss an die bereits durchgeführten Sondierungsgespräche in Verhandlung zu treten

  • 04.02.2010
    Tarifkommissionen der IG Metall Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen sprechen sich für vorzeitige Verhandlungen aus

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